Venustransit 2004

von Gunnar Maus

Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule Fulda haben gemeinsam mit Ihren Lehrern die einmalige Gelegenheit genutzt, um mit Geräten der Hans-Nüchter-Sternwarte (HNS) das äußerst seltene Schauspiel eines Venustransits zu beobachten. Ein solcher Durchgang der Venus als schwarze Scheibe vor der Sonne ist nur etwa alle 120 Jahre sichtbar, das heißt kein heute lebender Mensch hat dieses astronomische Ereignis zuvor gesehen.

Die Lehrer und ältere Schüler der Astronomie-AG stellten im Vortragsraum der Sternwarte in einer kurzen Diapräsentation das himmlische Phänomen zunächst vor. Dabei wurde insbesondere die historische Bedeutung der letzten Venusdurchgänge beleuchtet, die zur Bestimmung der Entfernung Erde-Sonne (ca. 146 Mio. Kilometer) genutzt wurden.

Während des ganzen Vormittags (von 7:20 Uhr bis 13:20 Uhr) besuchten viele Klassen der Stein-Schule und weitere Gäste das Ereignis, um durch Sonnen-Schutz-Brillen, Teleskope oder kleine Projektionsgeräte die dunkle Scheibe vor der Sonne zu beobachten. Bei den Besuchern löste diese „Mini-Sonnenfinsternis“ Staunen aus, obgleich der Vorgang weit weniger spektakulär ist als die Totale Sonnenfinsternis vom Jahr 1999.

Zusammen mit vielen anderen Schulen der ganzen Welt nahm die Astronomie-AG an einem Projekt der WDR-Sendung Quarks & Co. teil, das die erste Messung von 1769 nachspielt. Dazu wurden die genauen Zeiten des Venusdurchgangs festgehalten und umgehend im Internet veröffentlicht, um die „Astronomische Einheit“, also die Entfernung zwischen Erde und Sonne zu berechnen. Leider wurde eine Bewerbung der Sternwarte für die Fernsehsendung selbst abgelehnt, aber immerhin gewann sie in einer Verlosung Bausätze des AstroMedia-Verlags im Wert von über 100 Euro.

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